In den vergangenen Wochen hatten die Bürgerinnen und Bürger in Zelking-Matzleinsdorf, St. Leonhard am Forst, Hürm und einem weiteren Teil von Bischofstetten mit Ihren Bestellungen die Möglichkeit, die Weichen in Richtung Glasfaserausbau zu stellen. Nach Auswertung der eingegangenen Bestellungen, wurden den Gemeinden nun durch die NÖ Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) die erfreulichen Ergebnisse der Sammelphase präsentiert: Die Mindestbestellquote von 42 % wurde in allen Gemeinden deutlich übererfüllt, womit die wichtigste Voraussetzung für die Errichtung des NÖ Glasfasernetzes geschaffen werden konnte. Jetzt steht dem weiteren Fahrplan für den Glasfaserausbau in den Gemeinden nichts mehr im Wege, den die NÖ Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) im Auftrag des Landes übernehmen kann.
Mit Infoveranstaltungen, Hausbesuchen, einem hohen Engagement aller Beteiligter und unter großem Interesse der Bevölkerung, ist es gelungen, in den vorgesehenen Ausbaugebieten die Mindestbestellquote deutlich zu überspringen. In St. Leonhard am Forst haben 48 %, in Hürm 56 %, in Zelking-Matzleinsdorf 58 % und im Erweiterungsgebiet von Bischofstetten 66 % der Bevölkerung eine Bestellung abgegeben. Damit wurde eine wichtige Voraussetzung für den Glasfaserausbau in den vorgesehenen Ausbaugebieten übererfüllt. „Die Ergebnisse der Sammelphase zeigen, wie stark das Interesse am Glasfaserausbau in der Region ist und richtig die Entscheidung dafür war“, so Bürgermeister Gerhard Bürg aus Zelking-Matzleinsdorf. „Die Arbeit der letzten Wochen hat sich bezahlt gemacht, das Ergebnis spricht für sich. Mit dem Glasfaserausbau schaffen wir die besten Rahmenbedingungen für kommende Generationen“, so der Hürmer Bürgermeister Johannes Zuser zu den überragenden Ergebnissen der Sammelphase. Ebenfalls erfreut zeigte sich Hans-Jürgen Resel, Bürgermeister in St. Leonhard am Forst: „Der Dank dafür, dass wir nun die nächsten Schritte in Richtung Glasfaserausbau setzen könne, gilt allen Beteiligten: von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde, den GlasfaserbotschafterInnen bis hin zu den Verantwortlichen von nöGIG. Das ist ein Kraftakt, den wir gemeinsam geleistet haben.“ „Nachdem der Glasfaserausbau in einem Teil unserer Gemeinde bereits in vollem Gange ist, freuen wir uns nun, dass auch das Erweiterungsgebiet an das NÖ Glasfasernetz angeschlossen wird“, betonte Bürgermeister Werner Nolz aus Bischofstetten.
Baustart voraussichtlich im Frühjahr 2023
Aktuell läuft die Ausschreibungsphase, in der geprüft wird, welche Baufirma das Projekt übernimmt. Die weiteren notwendigen Voraussetzungen für die Errichtung der Glasfaserinfrastruktur werden im Anschluss geprüft. Wenn diese erfüllt sind, erhalten die Bürgerinnen und Bürger, die eine Bestellung abgegeben haben, Anfang 2023 die Bestätigung für ihre Bestellung. Startschuss für den Bau wird aller Voraussicht nach im Frühjahr 2023 sein, wobei Verzögerungen aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges derzeit nicht ausgeschlossen werden können. In der Bauphase werden die Bürgerinnen und Bürger im Zuge einer Glasfasermesse die Möglichkeit erhalten, sich vor der Anschluss-Aktivierung bei den Diensteanbietern über die vielfältigen Angebote zu informieren und Fragen zur Inneninstallation sowie zum Zeitplan an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von nöGIG und der ausführenden Baufirma zu stellen. Abhängig vom Bauzeitplan, wird die Glasfasermesse voraussichtlich im Spätherbst 2023 stattfinden, wobei der konkrete Zeitpunkt noch zeitgerecht bekanntgegeben wird.
Bestellungen weiterhin möglich
Nach Abschluss der Sammelphase beträgt der Preis für einen Einzelanschluss nun Eur 600,-. Nach Fertigstellung des Netzes kostet der Anschluss Eur 900,-. Das aktuell gültige Bestellformular ist hier zu finden: www.noegig.at/bestellung.
Internetdienste im offenen NÖ Glasfasernetz
Das NÖ Glasfasernetz ist offen für alle Diensteanbieter. Hier eine Übersicht der zahlreichen Produkte und Pakete, die aktuell verfügbar sind: www.noegig.at/anbieter. Schon jetzt sollten die Kundinnen und Kunden darauf achten, dass sie etwaige Verträge mit bestehenden Anbietern nicht weiter verlängern bzw. rechtzeitig kündigen können.
Über nöGIG – Zukunftssichere Glasfaserinfrastruktur für ländliche Regionen Niederösterreichs
Im Auftrag des Landes errichtet und betreibt die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (kurz: nöGIG) Glasfasernetze abseits der Ballungsräume Niederösterreichs. Sie sorgt damit für zukunftssicheres Breitbandinternet in ländlichen Regionen. Die Menschen in diesen Regionen nehmen es durch aktive Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen selbst in die Hand, eine offene, öffentliche und zukunftssichere Netzinfrastruktur zu schaffen. Unternehmen und Haushalte signalisieren mit ihrer Zustimmung zum Ausbau, dass sie mit Glasfaser bis ins Haus für die Zukunft gerüstet sein wollen. Nach der erfolgreichen Erprobung des Niederösterreichischen Breitbandmodells in vier Pilotregionen wird nöGIG in den kommenden Jahren etwa 35.000 Haushalte pro Jahr mit Breitband-Internet versorgen. Der Schwerpunkt liegt auf Gemeinden mit unter 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die passive Infrastruktur, die nöGIG errichtet, bleibt ähnlich wie Kanalisation und Wasserleitungen langfristig in der Hand des Landes Niederösterreich und wird als Sachwert den zukünftigen Generationen übergeben. Die Investitionen sind langfristig angelegt und amortisieren sich im Laufe der Zeit, da über ihre aktive Nutzung Einnahmen erzielt werden. Verschiedene Serviceprovider können ihre Dienste gleichzeitig in dem offenen Netz anbieten.
Die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) wurde vom Land Niederösterreich gegründet. Sie ist Teil der Niederösterreichischen Breitband Holding.
Mehr dazu unter: www.noegig.at